Was ist die ESG?
Eine berechtigte Frage! ESG heißt zwar "Evangelische
Studierenden-Gemeinde" und ist Teil der Ev. Kirche in Hessen und Nassau
(EKHN) – aber sie ist aber keine "normale" Kirchengemeinde. In der
ESG soll etwas von der Menschfreundlichkeit Gottes erfahrbar werden, die andere
Menschen weder ausschließt noch vereinnahmen will. Gerade die Verschiedenheit
der Personen, Kulturen und Religionen eröffnet Chancen für Austausch und
gegenseitige Bereicherung. Dafür ist in der ESG Raum. Die Gemeinde besteht
daher aus Menschen unterschiedlicher Konfessionen und Religionen – Mainzer
Studierende eben, die in der ESG gemeinsam mit anderen etwas tun oder erleben
wollen.
Diesem Verständnis von "Studierenden-Gemeinde"
entsprechen die fünf Arbeitsschwerpunkte der Mainzer ESG:
Kontakt suchen und finden, z.B. bei Ausflügen, Festen, in der ESG
Bar oder in Veranstaltungen, bei denen man einfach dazu kommen kann.
die
eigene Persönlichkeit weiterentwickeln,
indem man sich und seine Fähigkeiten ausprobieren kann (z.B. in der
Theatergruppe, beim orientalischen Tanz, in Seminaren) oder in kritischen Situationen
ein verständnisvolles Ohr und vielleicht einen hilfreichen Rat findet.
aus spirituellen Erfahrungen Kraft
schöpfen in den ESG-Gottesdiensten (Gospel-Messen und Abendgebete), die frei
gestaltet werden und Raum für eigene Ideen und zum Mitmachen bieten.
die Eine Welt im Kontakt mit Studierenden
aus anderen Ländern erleben und für ausländische Studierende als Beratung und
finanzielle Hilfen in schwierigen Situationen oder in STUBE-Veranstaltungen und
Seminaren.
für mehr Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
eintreten oder sich informieren.
Bei all dieser Vielfalt ist die ESG dennoch nicht beliebig. Was die ESG wirklich ist, kann jede/r selbst herausfinden. Wahrscheinlich ist es für jede/n etwas anderes. Was wir, die ESG-Pfarrerinnen und Pfarrer, den Mainzer Studierenden damit anbieten wollen, ist ein Stück Heimat auf Zeit – unter dem Schutz des einen menschenfreundlichen Gottes.